Türkei verhandelt über Verkauf des S-400, um Rückkehr in das F-35-Kampfjetprogramm zu ermöglichen

Luftverteidigungssystem S-400. Foto: Wikimedia
Luftverteidigungssystem S-400. Foto: Wikimedia

Die Türkei soll kurz davor stehen, eines der heikelsten Kapitel ihrer Beziehungen zu den Vereinigten Staaten abzuschließen, indem sie ihr in Russland hergestelltes Luftverteidigungssystem S-400 an ein Golfstaat verkauft.

Die Information wurde von Kolumnisten der türkischen Zeitung Hürriyet veröffentlicht. Ihnen zufolge wurde das Abkommen bereits abgeschlossen und könnte bald offiziell bekannt gegeben werden. Die Verhandlungen sind Teil der Strategie Ankaras, eines der größten Hindernisse für eine Normalisierung der Beziehungen zu Washington zu beseitigen.

Die Beschaffung des S-400 im Jahr 2019 löste heftige Reaktionen der Vereinigten Staaten aus. Washington verhängte auf Grundlage des CAATSA-Gesetzes Sanktionen gegen die Türkei und schloss das Land aus dem Programm für den Tarnkappen-Kampfjet F-35 aus. Die USA argumentierten stets, dass die Präsenz des russischen Systems ein Risiko für die Sicherheit der F-35-Technologie darstelle, da dessen Radaranlagen sensible Informationen über das Flugzeug sammeln könnten.

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Luftverteidigungssystem S-400 (X @lfx160219)

Den veröffentlichten Informationen zufolge verhandelten die USA und die Türkei bereits seit einiger Zeit über eine Übertragung der Systeme an ein Drittland. Dies gilt als die einzige Lösung, die den gesetzlichen Anforderungen der Vereinigten Staaten für eine mögliche Aufhebung der Sanktionen entsprechen könnte. Dennoch hängt der Prozess von einer formellen Bestätigung durch die US-Regierung und einer Prüfung durch den Kongress ab, der die Maßnahme genehmigen oder ablehnen kann, falls er zu dem Schluss kommt, dass die gesetzlichen Voraussetzungen nicht vollständig erfüllt wurden.

Obwohl es noch keine offizielle Bestätigung über den Käufer gibt, weisen Quellen darauf hin, dass die Vereinigten Arabischen Emirate oder Katar das System erworben haben könnten. Hintergrund sind die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten und die wachsende Sorge vor Bedrohungen durch iranische Raketen und Drohnen.

S-400 Triumph. Foto: Wikimedia
S-400 Triumph. Foto: Wikimedia

Sollte der Verkauf tatsächlich bestätigt werden, könnte die Türkei nicht nur den Weg für eine militärische Annäherung an die Vereinigten Staaten ebnen, sondern auch einen finanziellen Ertrag aus dem Verkauf eines Systems erzielen, das jahrelang eines der größten diplomatischen Hindernisse zwischen Ankara und Washington symbolisierte.

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Quelle: Defence Blog | Fotos: Wikimedia | Dieser Inhalt wurde mit Unterstützung von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft

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